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Die U12 wird Sechster bei den Bayerischen Meisterschaften

Vier Mädels, ein Team, 1 Gedanke


Die 9 und 10 Jahre alten Mädels der Lechrain Volleys erreichten bei den diesjährigen Bayerischen Meisterschaften in Straubing den sechsten Platz von insgesamt 16 qualifizierten Mannschaften. Ein sehr gutes Ergebnis, das trotz vieler Verletzungen erzielt wurde.


Es ist die pure Lust am Volleyballspielen und der Ehrgeiz immer gewinnen zu wollen, welche die Mädels antreibt. Sobald die Mädels die Halle betreten, erfolgt der Griff zum Ball und dann geht´s los. Pausen werden überwertet, das Spielen erscheint ihnen in diesem Moment reizvoller. Das konzentrierte Trainieren und das ständige Hinzulernen wollen und der super gute Teamspirit waren die Wegbereiter bis zur Bayerischen Meisterschaft. Aber, der Weg war auch extrem steinig, mit vielen schmerzverzerrten Gesichtern.


Erst zwei Tage vor Beginn der Meisterschaften gab der Arzt grünes Licht für Ema, dass sie nach ihrer Verletzung wieder spielen darf. Zwei Tage vor Spielbeginn verstauchte sich Mathilda erneut den Daumen, der sie daran hinderte schmerzfrei zuzuspielen. Und Sophia verstauchte sich am Samstag den Großen Zeh so sehr, dass sie nicht mehr spielen konnte. Alles in Allem waren das wahrlich keine guten Vorrausetzungen, und dennoch gewannen die Mädels alle Vorrundenspiele am Samstag. Das schwerste Spiel war gleich das erste Spiel gegen den Vierten der Oberbayerischen Meisterschaft, den SV Lohhof. Auch dieses Team war Verletzungsgeplagt mit einer am Sprunggelenk verletzten Spielerin. Trotz 11 verschlagener Aufschläge gewann man den ersten Satz noch mit 25:19. Der zweite war dann klarer mit 25:10. Im zweiten Spiel ging es dann gegen TSV Ochenbruck, das ebenfalls mit 2:0 (25:16 // 25:12) gewonnen wurde. Im abschließenden Spiel der Gruppenphase gegen den TV Mömlingen wurde der Gruppensieg mit 25:16 // 25:8 unter Dach und Fach gebracht.


Am Sonntag ging es dann im Viertelfinale gegen den alten Bekannten SV Esting. Dieser Gegner wurde stets besiegt. Dieses Mal nicht. Zum einen zeigten sich die Estingerinnen gegenüber den bisherigen Begegnungen stark verbessert und boten eine sehr gute Leistung. Zum anderen verletzte sich im ersten Satz Ema erneut - diesmal an der Hüfte bei einer Rettungsaktion. Sophia konnte ohnehin nur noch anfeuern und Mathilda war mit ihrem Daumen beeinträchtigt. Knapp ging der erste Satz mit 23:25 verloren. Als das Team bereits aussichtslos zurücklag, konnte Ema zwar wieder spielen, aber 10 Punkte Rückstand waren einfach zu viel. So verlor man das Spiel mit 18:25.


Im darauffolgenden Spiel gegen die Rote Raben Vilsbiburg stand Pia Schmalz, der Shooting Star der vier Mädels, zum ersten Mal in der Startformation. Seit einem dreiviertel Jahr spielt sie erst Volleyball und ist wohl das beste Beispiel dafür, wie schnell es gehen kann, wenn Talent auf Trainingsfleiß, Ehrgeiz und Wille trifft. Sie machte ihre Sache gut und es sollte im anschließenden Spiel noch besser werden. Trotz eines Sechspunkterückstands gewann die Lechrain-Mädels noch mit 29:27 und 25:20. Ein harter Brocken, der den Mädels insbesondere mit scharfen Floatern zusetzte.


Im letzten Spiel des Tages traf man auf den ASV Dachau, der völlig überraschend gegen NawaRo Straubing verloren hatte, gegen die die Lechrain Volleys bei den Südbayerischen Meisterschaften gewonnen haben. In diesem Spiel zeigten die Mädels ihre Beste Leistung am Wochenende. Nach anfänglichem Hin und Her, gelang es den Lechrainerinnen sich mit 5 Punkten Vorsprung abzusetzen. Mathilda biss noch mal die Zähne zusammen, denn sie wollte unbedingt spielen. Und sie machte hier ihr bestes Spiel: Super konzentriert geschlagene Aufschläge, aggressiv getippte Lobs in die Lücken und eine gute Abwehrleistung. In der Folge wehrten sich die Dachauerinnen gegen die aggressiven Lobs und Angriffsschläge der LRV-Mädels immer besser. Es wurde ein regelrechter Schlagabtausch mit langen Ballwechseln, der alles bot, was ein sehr gutes Volleyballspiel bieten kann. Die zuvor erlittenen Verletzungen und Schmerzen spielten da keine Rolle mehr. In der Folge holte Dachau Punkt um Punkt auf und hatte das bessere Ende mit 25:18 für sich. Der zweite Satz wurde zur Sternstunde von Pia. Dass Ema sehr gut spielt, das weiß inzwischen ganz Bayern, aber dass Pia auch weiß, wie man Volleyball spielt, das durfte sie dem Trainer und den Zuschauern beweisen. Völlig unerwartet für sie erfolgte zur Mitte des zweiten Satzes ihre Einwechslung. Was ich soll gegen Dachau spielen, sagten ihre Augen?! Unerschrocken warf sie sich in die Angriffsbälle der Dachauerinnen, hechte nach unerreichbar erscheinenden Bällen. Im Spielaufbau glänzte sie mit sauber zugespielten Pässen und zielgenauer Annahme gegen die harten Aufschläge. Trainer Huber war sprachlos. Wow, kann man da nur sagen!!


Zwar wurde das Spiel gegen Dachau verloren, die am Ende auch verdient gewonnen haben. Aber, die Art und Weise wie sie gespielt haben, zeigt dass die Mädels es einfach draufhaben. Für Trainer Stefan Huber ist daher völlig klar, wohin die Reise der Mädels geht: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir im nächsten Jahr gute Chancen haben, wieder bei der Bayerischen Meisterschaft mitzuspielen und, wenn wir verletzungsfrei bleiben, auch gewinnen können". Denn während die meisten Mädels der anderen Teams im nächster Jahr nicht mehr U12 spielen dürfen, sind es bei den LRV-Mädels bis auf eine Spielerin alle. Und bis dahin ist es vielleicht für die eine oder andere Nachwuchsspielerin ein Anreiz es den Vieren gleichzutun. So gesehen, könnte es gut sein, dass man sich bei den Lechrain Volleys daran gewöhnen kann, Jahr für Jahr an den Meisterschaften teilzunehmen.


Trainer Stefan Huber und sein U12-Team mit Pia, Mathilda, Ema und Sophia (von links nach rechts)


Unter den gespannten Blicken von Trainer Huber und Assistent Roman Gese spielt Pia den Ball zu Ema.


Sprunggewaltig für ihr Alter steigt Ema hoch und drückt den Ball gekonnt in die Lücke.


Glücklich Kinder feiern ihre Teilnahme bei den Bayerischen Meisterschaften. Dort gewann Unterhaching in einem spannenden Finale gegen Straubing mit 25:13.

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