Kampfgeist der Damen 1 wird nicht belohnt

Die Damen1 der Lechrain Volleys können an ihrem ersten Spieltag nur einen Punkt anstatt der möglichen sechs auf ihr Konto verbuchen. Derweil wäre eindeutig mehr drin gewesen, das steht für alle Zuschauer fest. An Kampfgeist mangelte es dem Team von Trainer Martin Wagner keinesfalls und oftmals führte das Lechrain-Team auch. Doch leider hatten die Gegner am Ende das glücklichere Händchen.



Die ersten Spielzüge gegen die Damen 2 der FTM Schwabing waren bei beiden Teams zunächst von Aufregung geprägt und so häuften sich auf beiden Seiten die Eigenfehler. Die Münchnerinnen setzten sich zunächst leicht ab, die Heimmannschaft glich aber zum 19:19 aus. Trotzdem ging dieser erste Satz der Saison an die Gäste (22:25).

Das Blatt wendete sich aber grundlegend im zweiten Satz. Martin Wagners Mannschaft zeigte, was in ihnen steckte und gewann diesen überaus deutlich mit 25:11. Die Annahme kam perfekt zu Zuspielerin Isi Wildner, die ihrerseits die Angreiferinnen ein ums andere Mal perfekt in Szene setzen konnte. Teilweise war der gegnerische Block überfordert und so erzielten Nina Pentenrieder, Nessi Singer und Babsi Eckert sehenswerte Punkte mit harten Angriffsschlägen.

Irgendwie stand man sich aber selbst im Weg, denn der nächste Durchgang ging wiederum mit 17:25 an Schwabing. Den vierten Satz dominierten wieder die LRV, nach einer Aufschlagsserie von Tine Gerling vom 11:11 zum 22:11 war die Sache klar, es ging in den Tiebreak. Weiterhin gab das Team um Mannschaftskapitän Chrissi Degle, die als Libero die Abwehr in gewohnt routinierter Weise im Griff hatte, den Ton an. Leider kippte das Spiel beim 10:10 und auch zwei rechtzeitig genommene Auszeiten konnten die “Angst vorm Gewinnen” nicht mehr aufhalten. Zu zögerlich agierte nun die Angriffsriege, was unweigerlich zur unglücklichen Niederlage (12:15) führte.



Mit einem Gefühl von “jetzt erst recht” und gut eingespielt startete die Heimmannschaft absolut souverän in den ersten Satz gegen den FSV Marktoffingen 2 (25:19). Das Zusammenspiel zwischen allen Positionen funktionierte einwandfrei. Die Aufschläge waren so druckvoll, dass bei den Gegnerinnen der Spielaufbau oftmals gestört war. Leider konnte dieser Druck nicht aufrechterhalten werden. Der zweite Durchgang war mit 12:25 schnell vorbei. Die Angreiferinnen aus dem Ries ließ man ungehindert schalten und walten.

Nach dem Seitenwechsel, in dem von Coach Wagner die Devise ausgegeben wurde, "nochmal alle Kräfte zu mobilisieren und vor allem im Aufschlag und Block wieder konsequenter die Vorgaben des Trainers zu befolgen” ging es nun Punkt für Punkt hin und her und kein Team konnte sich absetzen. Oft lag Marktoffingen leicht vorne, aber die Gastgeberinnen glichen immer wieder aus. Es ergaben sich lange Ballwechsel und sehenswerte Abwehraktionen auf beiden Seiten. Beim Stand von 24:24 war der Satzgewinn zum Greifen nah. Aber wiederum hatte Marktoffingen das glücklichere Händchen und zwangen die LRV-Damen zum 25:27.

Ein 5-Satz Spiel war nun das Ziel und es sah auch bis Mitte des Satzes genau so aus, aber schon wieder verloren Degle und Co den Faden und ließen die Gäste unnötig rankommen und das Spiel im vierten Satz mit 25:20 gewinnen. Möglicherweise fehlte nach dem kräftezehrenden dritten Satz nun doch die Spritzigkeit und Wachsamkeit, die unbedingt vonnöten gewesen wären, um gegen die angriffsstarken Marktoffingerinnen bestehen zu können.


Trotz einiger enttäuschter Gesichter war Martin Wagner am Ende des Tages zuversichtlich und resümierte: “Wir alle konnten sehen, dass das Team nach den zwei unbeständigen Corona-Jahren nun wirklich gut zusammen gewachsen ist und dass im Training Geübtes im Spiel gut umgesetzt wird. Ich konnte heute viel mitnehmen, woran ich mit meinem Team arbeiten möchte.”

In zwei Wochen geht es ganz in diesem Sinne und hochmotiviert auswärts gegen die SpVg Isar-Loisach/Bad-Tölz.

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